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Wenn bunte Blätter fallen

in der Sonn’ erstrahlen

trägt dann der Wind

sie fort geschwind

und Stille bleibt in allem.


Bunt ist der Herbst auf der Jugendfarm im Elsental. Im September beginnt für alle Kinder ein neues Farmjahr, für die Kleinsten das erste – wie aufregend!


Betritt man die Farm durch den oberen Eingang von der Fohrenbühlstraße kommend, fällt eine große Veränderung direkt ins Auge: Das alte Gartenhaus wurde abgerissen und auf der nun entstandenen Baustelle gibt es ständig neues zu entdecken. Die Bauarbeiter mit Bagger und Radlader, Betonmischer und mehreren Paletten mit Steinen ziehen die Kinder magisch an und sorgen für staunende Augen. Inzwischen steht das Fundament für ein neues Gartenhaus und eine Natursteinmauer zum Hang hin wurde gebaut. Nun warten alle gespannt auf die Fortsetzung...

An dieser Stelle sei schon einmal erwähnt, dass dieser doch eher kleine Bau, die Menschen und Tiere auf der Farm sehr beeinträchtigt und die Abläufe enorm unterbricht. Außerdem kommt es zu immer neuen Herausforderungen in der Planung und Durchführung, die die Besonderheiten des Elsentaler Geländes mit sich bringen.

Oft fragen wir uns, wie es dann wohl erst wird, wenn unser nächstes Bauvorhaben – das untere Farmhaus mit Töpferveranda soll durch einen Neubau ersetzt werden – welches wesentlich größer ausfallen wird, in die Umsetzung kommt...


Sehr aufregend war der Michaeli- und Erntedanktag für die Kindergartenkinder. Jedes Kind brachte ein schön geschmücktes Erntedankkörbchen mit Obst und Gemüse sowie herbstlichen Naturschätzen mit. Aus den Früchten wurde ein köstlicher Obstsalat und aus dem Gemüse ein beeindruckender Rohkostteller bereitet und gemeinsam verspeist. Bei einer Mutprobe durften die Kinder ihren „inneren Drachen“ besiegen und der gemeinsame Michaeli-reigen rundete den schönen Festtag in kraftvoller aber auch andächtiger Weise ab.


Wenn Waffelduft durchs Elsental zieht, freudige Stimmen den Hang hinauf schallen und Feuerrauch in den Himmel aufsteigt, wissen alle Bescheid, dass wieder ein Familiensamstag auf der Farm stattfindet. Am 15. Oktober war es wieder soweit. Trotz Nieselregens kamen zahlreiche Familien ins Elsental, um an den herbstlichen Aktivitäten teilzunehmen. Es wurde Apfelsaft gepresst, Nüsse gesammelt und unter dem Walnussbaum-Dach geknackt, Äpfel gedreht und genascht, Blätterstäbe gebastelt und natürlich durften die Kinder auch wieder auf ihren Lieblingspferden reiten. Da strahlten die Kinder mit den Tieren um die Wette.

Im Holderbau konnten alle Gartenbegeisterten Blumenzwiebeln erwerben und es wurden Tipps und Tricks zum Thema Permakultur ausgetauscht. Verschiedene Getreidesorten durften bestaunt und gemahlen werden. An einem großen runden Basteltisch fanden sich Kinder und Eltern zum gemeinsamen Werkeln mit Naturmaterialien wie Kastanien, Eicheln, Schneckenhäusern, Federn… ein.

Und natürlich wurde auch mit Kuchen, Zwiebelkuchen, Waffeln, Saft, Tee und Kaffee für das leibliche Wohl gesorgt.

So gelang es wieder auf zauberhafte Weise das Kulinarische mit dem „Schaffigen“ zu verbinden und so kamen alle auf ihre Kosten.

Vielen Dank an dieser Stelle an alle, die zum Gelingen dieses schönen Herbsttages im Elsental beigetragen haben!


Für alle Minifarm-Kinder, ihre Eltern und Geschwister fand Ende Oktober ein geselliges Zusammensein an einem Nachmittag auf der Schafweide statt. Hier durften sich alle Kinder spielend begegnen, Aqarellbilder malen und die Eltern durften die Laternen vorbereiten. Der Höhepunkt war dann das gemeinsame Essen der über dem Feuer gekochten Kartoffeln – alle waren sich einig: Kartoffeln mit Butter und Salz sind einfach köstlich!


Ferien

Die Herbstferien auf der Farm standen unter einem glücklichen Stern: wir hatten fast nur schönes sonniges und warmes Wetter und konnten täglich über 90 Kinder und Jugendliche betreuen. Neben dem Reiten im Herbstwald gab es für alle Gruppen Herbstliches zu tun: Backen, Apfelsaft pressen, Kartoffelernte, Kürbisgeister schnitzen, Kürbissuppe kochen und essen. Apfelernte auf der Apfelwiese mit Rochus auf dem Traktor, Kartoffeln im Lehmmantel, Chips, Pellkartoffeln, Stockbrote an zwei Stellen. An manchen Tagen gab es in jeder Gruppe ein eigenes Feuer mit Apfelmus oder Kartoffeln. Lichtergläser bekleben, Laternen malen und falten, Transparente schneiden und kleben. Herbstgedichte schreiben, Herbsttanz, Herbstkollagen, Singen morgens, mittags und am Feuer aus dem neuen Herbstliederheft. Werkstatt, Tischtennis, Zombie, Tischkicker. Spaziergänge mit den Tieren, Herbstliches sammeln.

Es war rund um sehr schön und herbstlich!

Am St. Martinstag lud die Jugendfarm zum Laternenfest ein. Bei Kaffee und Kuchen, Stockbrot am Feuer und beim Basteln und Tonen durften sich Groß und Klein auf den Laternenumzug einstimmen. In der Dämmerung sammelten sich alle im Laternenschein am Tanzplatz und starteten von dort singend, und von Gitarrenklängen begleitet, den Umzug über die Farm bis zum oberen Reitplatz. Dort durften alle, zum gemeinsam gesungenen Lied „St. Martin ritt durch Schnee und Wind...“, ein sehr stimmungsvolles und berührendes Martinsspiel sehen. So wie in der Legende der Martin seinen wärmenden Mantel mit dem Bettler teilt, so durften alle Kinder anschließend ihr Martinsbrot miteinander teilen und das Fest mit Punsch am Feuer ausklingen lassen.


Sabine Boehm sagte bei ihrer Begrüßung: „Mit soooo vielen Menschen hätten wir nie gerechnet!“ – und wirklich, wurde es zeitweise ganz schön eng und kuschelig und so waren alle Gäste dazu aufgefordert geduldig zu sein und den Platz sowie die kulinarischen Leckereien miteinander zu teilen – ganz im Sinne des St. Martinsgedankens also.

Später am Abend endete dann noch der Laternenumzug der Kaltentaler Grundschule an der Jugendfarm und mit Posaunenklängen fand nochmals das Martinsspiel statt.

Den großen Menschenandrang hat die Jugendfarm wieder mit Bravour gemeistert und alle Besucher gingen erfüllt vom großen Lichtermeer und der andächtigen Stimmung nach Hause.


Auch der Kindergarten, die Spielgruppe und die Minifarm-Kinder machten ihr eigenes Laternenfest im kleinen Rahmen, nur mit den Eltern. Auch hier waren die Begegnungen, das gemeinsame Singen sowie das Hören der St. Martinsgeschichte sehr stimmungsvoll.


Lea Berthold-Hirsch





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